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Weiterführende Informationen

Hier geht es um unser aller ganz normaler Alltag mit seinen routinemäßigen Abläufen, seinen sich wiederholenden Mustern von Arbeit und Arbeitswegen, Familienmanagement usw. – jedoch vor allem um die alltäglichen, besonderen Belastungen, denen wir als Soldatenfamilien immer wieder ausgesetzt sind.
Sie sind Alleinerziehend? Oder alleinerziehend – trotz Partnerschaft?

Die Anforderungen an Sie sind groß!

Allem und jedem gerecht zu werden, fordert und erfordert oft ein Übermaß an persönlichem Einsatz und Kraft.

Man hat das Gefühl, der Tag müsste, um alles schaffen zu können, viel mehr Stunden haben.

So vieles muss durchdacht, organisiert und gemanagt werden:

  • Versorgung, Betreuung und Erziehung des Kindes oder der Kinder
  • Unterstützung bis mögliche Pflege von Angehörigen
  • Sicherung des Einkommens
  • Haushalt und anderes mehr …
Alleinerziehend? Allein erziehend? Trotz Partnerschaft?
Viele Aspekte „Alleinerziehender“ treffen häufig auch auf alleinerziehende Soldaten-/innen, Soldatenpartner/-innen zu, deren Partner/-in im Auslandseinsatz, auf Lehrgängen oder, fern der Heimat, am Standort sind.
Kinderbetreuung
“Mein Problem ist eine gute Kinderbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten”, sagen Mütter und Väter und stellen auch klar, was nicht oder nur unter sehr erschwerenden Bedingungen möglich ist:

  • Schicht-, Abend- und Nachtdienste
  • Überstunden
  • Akute Erkrankung von Kindern und/ oder Alleinerziehenden
Auf alleinerziehenden Soldaten/- innen ruhen noch zusätzliche Belastungen, wie geforderte berufliche Spontanität: Tagungen, Lehrgänge, Einsatz, NRF-Status
Als sehr wichtig wird dabei erachtet – und das sagen uns Mütter und Väter mit diesen Anforderungen:

  • Je stabiler und funktionierender das soziale Netz – einschließlich guter Kinderbetreuung – ist, um so besser geht es Kindern und Erziehenden.
  • Je verständnisvoller ein Vorgesetzter, eine Vorgesetzte ist, um so leichter lässt sich manche Alltagsproblematik bewältigen.
  • Als enorm hilfreich stellt sich die langfristige Planbarkeit von Abwesenheit für Lehrgangszeiten oder für Einsatzzeiten dar.
Das Persönliche Netzwerk

Tipp

Was viele wissen und viele nicht wissen ist, dass der Sozialdienst der Bundeswehr den Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familien Beratung und Betreuung in allen sozialen Angelegenheiten bietet.

Familienservice

Die Aufgaben der Beauftragten umfassen alle Themen- und Handlungsfelder, die unmittelbar oder mittelbar eine Relevanz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Dienst haben. Grundsätzlich gehören folgende Themenkomplexe zum Aufgabenbereich:

Hilfe und Unterstützung für Bundeswehrangehörige und deren Familie
Von Bundeswehrangehörigen wird eine hohe Mobilität und Einsatzbereitschaft verlangt. Sie sind durch Versetzungshäufigkeit, Einsatzzeiten und Lehrgangszeiten oftmals sehr belastet. Das hat vielfältige Auswirkungen auf Ehe, Partnerschaft und Familie. Sie dürfen zuverlässige und fürsorgliche Unterstützung ihres Arbeitgebers Bundeswehr bei der Gewährung der Vereinbarkeit erwarten.

Unterstützung aus einer Hand – Ansprechstelle am Standort

Info-Punkt am Standort

An jedem Standort der Bundeswehr wird für alle Bundeswehr-Angehörigen und deren Familien eine „Unterstützung aus einer Hand“ angeboten. Ihr Ansprechpartner vor Ort hilft und weiß, wer all Ihre Fragen kompetent beantworten und hilfreiche Tipps und Hinweise geben kann.

Der Info-Punkt dient den Bundeswehrangehörigen und deren Familien als zentrale Ansprechstelle an einem Standort oder einem Standortbereich. Hier werden alle Informationen darüber gebündelt, welche internen und externen Angebote sozialer Dienstleistungen regional verfügbar sind. Eine fachliche Beratung findet allerdings nicht statt, sondern hier werden über die richtigen Zuständigkeiten, Sprechzeiten, telefonische Erreichbarkeiten und so weiter informiert.

  • Zentralerlass B-2645/2 „Unterstützung aus einer Hand“
  • Vorläufige Regelung „Einrichtung und Betrieb von Info-Punkten“ des KdoSKB

Autonomie

Die Bundeswehr will die Möglichkeiten für zeitlich mobiles und ortsunabhängiges Arbeiten zügig und deutlich stärken.
Mit Langzeitarbeitskonten können Bundeswehrbeschäftigte in Zeiten höherer Arbeitsbelastung Zeitguthaben aufbauen.

Die angesparte Zeit kann dann – der persönlichen Lebenssituation angepasst und ohne finanzielle Einbußen – zum Beispiel für Kinderbetreuung oder Pflege, zur Weiterbildung oder zum Abbau von Belastungsspitzen eingesetzt werden. Mit deutlich erleichterten Möglichkeiten zur Teilzeitbeschäftigung oder Telearbeit lassen sich berufliche und familiäre Verpflichtungen in unterschiedlichen Lebensphasen besser miteinander vereinbaren. Darüber hinaus wollen wir Führen in Teilzeit fördern.

Telearbeit

Zeitgemäße Arbeitsmodelle und flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen in vielen Fällen erst, dass Beschäftigte ihre beruflichen Aufgaben und ihre persönlichen Interessen sachgerecht miteinander verbinden können. Durch Telearbeit erhalten Bundeswehrangehörige Flexibilität durch mehr Souveränität in der Wahl des Arbeitsortes und der Arbeitszeit.

Die Telearbeit ermöglicht dem Bundeswehrangehörigen, ihre Arbeitsleistung auch am häuslichen Arbeitsplatz in der privaten Wohnung zu vereinbarten Präsenzzeiten sowie im Rahmen selbstbestimmter Arbeitszeit zu erbringen. Die so gewonnene Flexibilität trägt dazu bei, dass Beruf und Dienst besser auf familiäre Verpflichtungen und Verantwortungen abgestimmt werden können.

Telearbeit ist als Angebot der Dienststelle an alle Beschäftigten zu verstehen, für das keine besonderen Antragsgründe vorliegen müssen. Ansprechpartner zum Antrag auf Telearbeit und zum weiteren Verfahren ist der Vorgesetzte.

Ortsunabhängiges Arbeiten

Im Rahmen eines vorübergehenden ortsunabhängigem Arbeiten kann Bundeswehrangehörigen in familiären Notsituationen kurzfristig und unbürokratisch geholfen werden.

In Situationen, in denen beispielsweise Familienangehörige von Bundeswehrangehörigen nicht oder nur unzureichend betreut werden können, oder die vorübergehende Anwesenheit von Pendlern bzw. Pendlerinnen zwingend zu Hause erforderlich ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Verpflichtung zur Dienst-/Arbeitsleistung in der Dienststelle individuell angepasst und notwendige mobile IT-Ausstattungen bereitgestellt werden.

Ansprechpartner zum Antrag auf ortsunabhängiges Arbeiten und zum weiteren Verfahren ist der Vorgesetzte.