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Weiterführende Informationen

Früher oder später kommt es auf uns alle zu – unsere Eltern/Schwiegereltern werden alt und damit in vielen Fällen gebrechlich und hilfsbedürftig.

Besonders schwierig gestaltet sich diese Situation, wenn man aufgrund von Versetzungen, teilweise quer durch das ganze Bundesgebiet, viele Kilometer von den Eltern entfernt lebt.
Aber auch bei weniger weiten Entfernungen ist eine entsprechende Betreuung durch die Familie oftmals nicht zu schaffen.

Allein der Gedanke an diese neue Situation macht uns Angst und ruft Unsicherheit in uns hervor. Wir wollen dies nicht wahrhaben und verschließen oft viel zu lange die Augen vor der ungewünschten Realität.

Waren wir doch immer die Kinder und plötzlich soll alles anders sein?
Nun sind wir diejenigen, die Verantwortung übernehmen sollen und müssen. Diesmal jedoch nicht für unsere Kinder, sondern für unsere Eltern. Diese neue Situation überfordert uns oft. Doch je früher wir uns damit auseinandersetzen, desto besser für alle Beteiligten.

Nun gilt es aufmerksam zu beobachten, wie sich die alt bzw. gebrechlich gewordenen Eltern im ganz normalen Alltag und im gewohntem Umfeld bewegen, verhalten usw.

Wir können nun Probleme beispielsweise erkennen wie:

  • Schwierigkeiten bei den normalen häuslichen Tätigkeiten
  • zunehmende Vergesslichkeit
  • Veränderung der Persönlichkeit
  • eingeschränkte Mobilität
  • zunehmende Gebrechlichkeit
  • Starrsinn, Uneinsichtigkeit

 

Ein glückliches Elternpaar

Informationen erhalten wir, durch Arztgespräche und Gespräche mit den Eltern.
Bitte beachten, dass Ärzte nur Angehörige informieren dürfen, wenn z.B. Eltern eine schriftliche Vollmacht zur Auskunftserteilung hinterlegt haben.

Hilfreich sind für alle Beteiligten

  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Testament
  • Klärung finanzieller und juristischer Fakten (Heimplätze sind beispielsweise teuer)

Für Angehörige von Demenzerkrankten gibt es In vielen Städten oder Gemeinden Selbsthilfegruppen oder Treffen von Angehörigen. Ein Austausch in diesem Rahmen bietet ebenfalls Informationen bzw. die Möglichkeit, Ängste und Unsicherheiten in einem Kreis auszusprechen, der dafür absolutes Verständnis aufbringt. Allein das kann schon für eine gewisse Entlastung sorgen.

Welche Arten von Pflege gibt es ?

  • Kurzzeitpflege
  • häusliche, mobile Pflegedienste
  • Tagespflege/Nachtpflege
  • Vollzeitpflege zu Hause
  • Pflegeheime

Wenn Sie sich für die Pflege in einem Pflegeheim entschlossen haben, informieren Sie sich eingehend bei den zur Verfügung stehenden Heimen. Bitte beachten Sie die mitunter langen Wartezeiten auf einen Heimplatz. Deshalb gilt: Rechtzeitig anmelden!

Wenn Pflege nötig wird müssen wir uns folgende Fragen stellen:

Punkt 1:

Was kann ich selbst körperlich, psychisch, finanziell und zeitlich leisten?

Punkt 2:

Gibt es weitere Angehörige, Geschwister, sonstige Familienmitglieder, die uns unterstützen können?

Punkt 3:

Ist eine Betreuung durch eine Institution wie Sozialstation, Johanniter etc. möglich und ausreichend?

Überlegungen zur Pflegestufe

Welche Kriterien müssen erreicht sein, um eingestuft zu werden?

Wie viele Pflegestufen gibt es?

Wieviel leistet die Pflegekasse bei häuslicher Pflege oder bei Pflege im Heim?

Wie beantrage ich eine Pflegestufe?

Wenden Sie sich zunächst an die Krankenkasse Ihres Angehörigen. Dort erhalten Sie die nötigen Informationen.

Kriterien für die Heimwahl:

Vergleiche in Bezug auf:

  • Pflege
  • Umgang mit den Patienen
  • Preis/Leistungsverhältnis
  • seperate Demenzabteilung
  • Zusammenarbeit mit den Angehörigen
  • Räumlichkeiten der Einrichtung (Gemeinschaftsräume, Einzel- oder Doppelzimmer)
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Wichtig

Niemand hat das Recht, Ihre Situation von außen zu beurteilen und zu bewerten.

Nur wer in der gleichen Lage ist, kann einschätzen, was die Pflege und Betreuung von Angehörigen den Betroffenen körperlich, psychisch und an wertvoller Zeit abverlangt!