Keiner kann über seine Lebenszeit verfügen. Durch Verträge, Geld, Können und Wissen, kann sie nicht verlängert werden. Nicht wir haben die Zeit, die Zeit uns. In jedem Atemzug liegt Vergangenheit und Zukunft zugleich.

Keinem von uns wird gesagt, wieviel Zeit ihm geschenkt ist sein Leben zu gestalten. Wie froh war man, wenn bei einer schriftlichen Prüfung gesagt wurde, es sind noch 10 Minuten bis zur Abgabe. Wie aufregend war es, wenn man Sorge hatte, nicht fertig zu werden. Gott sei Dank, ich schaffe es noch oder ich schaffe es nicht mehr.

Die Zeit ist Forderung und Geschenk zugleich.

Solange der „Aufsatz meines Lebens“ noch nicht abzugeben ist, darf ich die Seiten meiner leeren Lebenszeilen weiter scheiben. Ja ich kann mein Leben in die richtige Bahn bringen. Kann mich auf das, was mir täglich begegnet einlassen.

Es gibt zwischen Prüfungsarbeit in der Schule und der Prüfungsarbeit des Lebens einen großen Unterschied. In der Schule darf der Prüfer, der Lehrer nicht helfen und Spickzettel sind verboten.

Wenn es aber um die Lebensprüfung zu bestehen gilt, haben wir die Worte Jesu als „Spickzettel“ in der Hand. „Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Es gibt verpasste Chancen, es kann plötzlich heißen, abgeben! Wie oft und wie lange bekommen wir noch Zeit? Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter waren zwei Menschen vorüber gegangen, einer blieb stehen, zur rechten Zeit!

Unsere Zeit ist eine Gnadenzeit! Wir können Menschen beistehen, die unsere Hilfe und Liebe, unsere Verbundenheit und Treue, unseren Einsatz brauchen, weil Corona uns sagt: In jedem Atemzug liegt Vergangenheit und Zukunft zugleich. In der Zeit, die dir geschenkt ist, hast du Jesus zum Begleiter über alle Prüfung hinaus. Er geht an deiner Seite!

Beten wir um den starken Glauben, dass Gott die Prüfungszeit zur Gnadenzeit werden lässt.

Das Geheimnis unserer Lebenszeit liegt in Gottes Hand, das ist die Frohbotschaft, die Jesus beglaubigt hat.