Zuhause (Foto: Zosia Korcz @ Unsplash)
„Zuhause? Ja, Du hast recht gehört!“

„Konntet ihr euch keinen Auslandsurlaub leisten?“

„Was sagen denn die Kinder dazu?“

Die Kinder stellten unsere Vorstellungen „auf den Kopf!“

„Wir wollen zu Hause Urlaub machen, war der fest gefasste Vorschlag unserer Kinder“.

„Wir verstanden die Welt nicht mehr, was ist los?“

 

Ja! Wir waren alle zu Hause und machten das, woran wir Spaß hatten und sonst nie Zeit dafür hatten.

Jeden Tag, so wie das Wetter war, haben wir das Programm gestaltet.

Das Zuhause wieder einmal richtig wahrnehmen. Die Familienmitglieder ausgeschlafen sehen.

Die Kinder sind größer, sind selbständiger geworden, können Vieles, was ich sonst gar nicht merke, weil ich zur Arbeit rase. Weil meine Frau mit Haushalt und Arbeit nur noch auf „Hundertachtzig“ ist.

Die Kinder können den Tag gestalten, ein Programm nach ihren Wünschen  und den Möglichkeiten des Geldbeutels erstellen. Wir Eltern lernen, was die Kinder bewegt, in welcher Welt sie leben. Das ist äußerst aufschlussreich. Dafür ist sonst viel zu wenig Zeit.

Die Kinder erleben den stressfreien Vater, die Mutter ohne Hektik.

Der Speisezettel kann gemeinsam erstellt werden, die Arbeit miteinander macht Freude.

Das hört sich alles übertrieben an, das glaubt dir ja kein Mensch!

Mag sein! Aber wir standen nicht im Stau, wir waren alle erholt und  ausgeschlafen, hatten gemerkt, dass wir eine richtig tolle Familie sind. Wir waren im Wald, beim Schwimmen, haben viele Spiele gemacht, viel gelacht.

Mutter sieht richtig erholt aus, Vater reagiert wieder gelassener. Die Kinder konnten sich bewegen, oder sich zurückziehen. Waren nicht stundenlang im Auto, oder in der Warteschlange am Flugplatz. Unser eigenes Land hat viel zu bieten. Die Schönheit der Natur, Flüsse und Seen, Berge und Wald,  Kirchen und Museen, Sternwarten und Flugzeugschau, alles zum Staunen!

„Atem“ holen für Körper, Geist und Seele, das war uns wichtig.

Den sonstigen Urlaubstress gab es auch nicht!“

Natürlich muss man den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen und die traurigen, enttäuschten Blicke der Nachbarn und Fragenden aushalten.

Gottes schöne Welt mit frohen, ausgeschlafenen Menschen erleben ist super!

„Ja, Kinder können überraschen, von wem sie das nur haben?“

 

Sr. Irmgard

Zuhause
(Foto: Zosia Korcz @ Unsplash)